Nach über einem Jahr ausschließlicher online-Ausbildung nahm die Feuerwehr Margretenhaun am 12.05.2021 den praktischen Ausbildungsdienst unter strikten Vorgaben und mit umfangreichem Hygienekonzept in kleinen Gruppen wieder auf. Die Tauglichkeit und Leistungsfähigkeit der Atemschutzgeräteträger ist eine der wichtigsten Voraussetzungen im Feuerwehralltag. Neben einer regelmäßigen arbeitsmedizinischen Untersuchung durch einen Amtsarzt (G26.3) ist hierfür jährlich von jedem Atemschutzgeräteträger eine Belastungsübung zu absolvieren, welche normalerweise in der Atemschutzstrecke am Stützpunkt Fulda-Nord stattfindet. Corona-bedingt können diese Übungen zur Zeit dort nicht durchgeführt werden, jedoch besteht aktuell als Sonderregelung die Möglichkeit, nach genehmigtem Konzept diese Belastungsübung auf Standortebene zu absolvieren. In dieser Übung musste jeder Atemschutzgeräteträger eine Laufstrecke von etwa 600m zurücklegen, dabei 20 Höhenmeter überwinden (Leitern und Treppen), 20m Kriechstrecke zurücklegen und auf einer Strecke von 100m eine Last von 20kg tragen, mit voller Ausrüstung und angelegtem Atemschutzgerät. Auch die durch die Atemmaske erschwerte Funkkommunikation wurde in dieser Übung intensiv ausgebildet.

 

Voraussetzung für die Teilnahme an der Übung war ein negativer Antigen-Schnelltest, der vor betreten des Übungsbereiches von geschultem Personal vor Ort durchgeführt wurde.

Wie die Ankunft erfolge auch die Übung zeitversetzt. Nach truppweisem Anlegen der Atemschutzgeräte unter Einhaltung der Abstandsregeln und Tragen von medizinischem Mund-Nase-Schutz begannen die Trupps ihre Belastungsübung. Hierbei wurden sie von einem Ausbilder begleitet, die medizinische Absicherung der Belastungsübung wurde von einem Feuerwehrsanitäter und einer Rettungssanitäterin sichergestellt. 

Nachdem eine 20 Meter lange Kriechstrecke mit 50cm hohen Hindernissen zu über(unter-)winden war, folgten Treppen und das Besteigen der Leiter. Insgesamt mussten 20 Höhenmeter überwunden werden.

Im Anschluss wurde auf dem Freigelände eine Laufstrecke von 100m mit einer Last von 20kg und eine Strecke von 300m ohne Last zurückgelegt.

Nachdem alle Atemschutzgeräteträger ihre Übung absolviert hatten, erfolgte eine Unterweisung und Gewöhnungsübung für Feuerwehrmänner/-frauen, die den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger zukünftig besuchen werden. Diese Gewöhnungsübungen haben den Zweck, den Kameradinnen und Kameraden bereits vor Lehrgangsbesuch einen Eindruck der auf sie zukommenden Belastungen zu ermöglichen. 

Auch wenn seit über 12 Monaten in wöchentlichen online-Ausbildungen die theoretische Qualifizierung der Einsatzkräfte weiter durchgeführt wurde, ist die praktische Ausbildung der Einsatzkräfte für den Feuerwehrdienst unerlässlich.